Autark Invest AG in Konkurs: Geld für Nachrangdarlehen zurückfordern durch Vermittlerhaftung

Die Autark Invest AG ist eine Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft,  die durch Nachrangdarlehen von Kapitalanlegern im FOREX-Markt (Devisenhandel) durch Unternehmensbeteiligungen investieren wollte. Diese Kapitalanlagen sind naturgemäß sowohl für die Kapitalanlagegesellschaft als auch für die Kapitalanleger hoch riskant. Das hat sich auch in diesem Fall bewahrheitet. Denn über das Vermögen der Autark in Liechtenstein wurde das Konkursverfahren eröffnet und zudem sogar strafrechtliche Ermittlungen gegen den verantwortlichen Firmenchef der Autark eingeleitet.

 

Nachrangdarlehen sind hochriskant

Nachrangdarlehen werden im Allgemeinen nicht besichert und wegen ihrer größeren Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich höher verzinst als „herkömmliche“ Darlehen. Bei einer Liquidation oder Insolvenz treten sie im Rang gegenüber anderen Forderungen gegen das schuldende Unternehmen zurück. Ist bereits zum Zeitpunkt einer Insolvenz die Insolvenzmasse vollständig erschöpft, kann der Darlehensgeber (Anleger) noch nicht einmal damit rechnen, einen geringen Teil seiner Investition zurückzubekommen. Er hat zwar einen Anspruch, aber es ist kein Geld und es sind keine Sachwerte mehr vorhanden, um auch den nachrangigen Verpflichtungen nachzukommen. Der Totalverlust für die Anleger steht somit unmittelbar bevor. Dann gibt es nur noch einen Weg, um an sein Geld zu kommen: Man lässt fachanwaltlich prüfen, ob der Vermittler des Nachrangdarlehens seinerzeit richtig und vollständig über diese Kapitalanlage beraten hat.

 

Vermittlerhaftung bei Nachrangdarlehen

Der Vermittler einer Kapitalanlage ist verpflichtet, seinem Kunden die richtigen und vollständigen Informationen über diejenigen tatsächlichen Umstände zu geben, die für dessen Anlageentschluss von Bedeutung sind. Bei einem Nachrangdarlehen ist insbesondere über die Funktionsweise und das Totalverlustrisiko dieser Anlage im Rahmen einer anleger- und objektgerechten Beratung aufzuklären. Geschieht dies nicht oder nur unzureichend, dann haftet der

Vermittler der Anlage im Schadensfall dem geschädigten Anleger auf Schadensersatz. Da Anlagevermittler über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen sollten, muss diese letztlich den Schaden ausgleichen.

Falls Sie Ihren Vermittler aus persönlichen Gründen nicht verklagen möchten, können Sie sich Ihren Anspruch gegen seine Haftpflichtversicherungsgesellschaft abtreten lassen und die Versicherung unmittelbar in Anspruch nehmen.

Erfolgsaussichten einer „Vermittlerklage“

Jede Vermittlung eines Nachrangdarlehens an die Autark war ein individueller Vorgang. Aus unserer langjährigen Erfahrung als Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht wissen wir allerdings, dass die Vermittlung von Kapitalanagen typischerweise immer nach einem bestimmten Muster erfolgt. Denn sehr häufig werden die Vermittler vorab geschult, wie sie am besten die Kapitalanlage „an den Mann bringen“. Das heißt, es werden die Vorteile herausgestellt und die Risiken kleingeredet oder gar verschwiegen, immer nach dem gleichen Muster. Die Erfolgsaussichten gegen die Autark-Vermittler sind besonders gut. Unsere Kanzlei hat bereits ein (nicht rechtskräftiges) Urteil gegen einen Vermittler der Autark erstritten. Dieser muss die Anlagesumme vollständig an unseren Mandanten zurückzahlen.

Finanzierung der Auseinandersetzung

Wir beraten Sie individuell und kostenlos über die Kosten einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Vermittler. Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, übernehmen wir für Sie die Deckungsanfrage.  Sollten Sie ohne Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Rechtsstreites scheuen, bieten wir Ihnen die Vermittlung einer Prozessfinanzierungsgesellschaft an. Diese übernimmt dann das Kostenrisiko. Dafür, dass sie sämtliche Kosten des Rechtsstreites auch bei einer Niederlage trägt, beansprucht sie im Erfolgsfall 60 % des vereinnahmten Erlöses. Sie müssen so in keinem Falle „dem schlechten Geld gutes hinterherwerfen“ und können ohne jegliches Risiko zumindest einen Teil Ihres Geldes zurückerhalten.

Autark-Aktien sind keine Option

Sollten Sie Ihr Nachrangdarlehen gegen Aktien der Autark Group AG umgetauscht haben, können Sie trotzdem gegen Ihren Vermittler Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung geltend machen. Wir raten Ihnen dazu, denn die Aktien dürften wertlos sein. Der von Autark festgelegte „Wert“ einer Aktie ist nicht belastbar. Insofern besteht in einer Inanspruchnahme des Vermittlers für Sie die letzte Gelegenheit, zumindest einen Teil der Anlage zurückzuerhalten.

Achtung: Verjährung Ende 2019

Es besteht die Gefahr, dass Ansprüche gegen Vermittler der Autark wegen Falschberatung zum 31.12.2019 verfallen, wenn bis dahin keine Klage bei Gericht eingereicht wird. Das deshalb, weil die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Autark im Jahr 2016 öffentlich bekannt wurden und ab diesem Zeitpunkt die Verjährungsfrist zu laufen begonnen hat. Im Einzelfall kann aber eine andere Verjährungsfrist gelten. Wir raten trotzdem vorsorglich jedem Anleger und jeder Anlegerin, möglichst noch in diesem Jahr tätig zu werden bzw. sich vorher fachanwaltlich beraten zu lassen. Denn nichts ist ärgerlicher als einen Anspruch zu haben, diesen aber nicht mehr durchsetzen zu können, weil er verfallen ist.

Unser Angebot: Kostenfreie Ersteinschätzung

Gerne beraten wir Sie unverbindlich und kostenfrei.

Wir bieten Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung zu den Erfolgsaussichten und den möglichen Kosten einer Klage gegen den Vermittler/Berater Ihrer gescheiterten Kapitalanlage.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an autark-vermittler@benedikt-jansen.de!